Nach der klimapolitischen Leerstelle beim G8-Gipfel: Zeit für Energiedemokratie und die Enteignung der Stromkonzerne

Beklagt oder zumindest konstatiert wird zur Zeit allenthalben, dass es keinen linken Akteur gibt, dem zum Klimawandel viel einfallen würde (vgl. z.B. die aktuelle Artikelreihe in der Jungle World). Während der Mobilisierung gegen den G8-Gipfel wurde diese Leerstelle allzu offensichtlich. Die Bundesregierung verkaufte aufgewärmte Beschlüsse zu einer marktbasierten internationalen Klimapolitik als Neuheit und Erfolg. Die Protestierenden hatten dazu - falls überhaupt - außer „Mehr CO2-Reduktion!“ nicht viel zu sagen. Dabei fordern die aktuellen Debatten um neue Szenarien der Erderwärmung, die Atomindustrie, die EU-Vorstöße zur Trennung von Netz und Stromproduktion etc. zu einer Intervention geradezu heraus. Das für 2008 angedachte Klima-/Energie-Camp in der BRD bietet eine Chance sich zu positionieren.